4. September 2014 - 0:36 Uhr

Flensburg gewinnt in Lübbecke 26:31 und Kiel verliert in Balingen 22:21

Holger Glandorf mit 12 Treffern überragend (Foto: Benjamin Nolte)
(alt) - Die SG klettert nach einem ordentlichen Stück Arbeit in Lübbecke auf den dritten Tabellenplatz. Holger Glandorf glänt dabei mit überragenden 12 Treffern. Ab der 40. Spielminute gelang es den Flensburgern sich gegen den Verletzungsgeplagten aber stark aufspielenden Tus N. Lübbecke etwas freizuschwimmen, doch die kamen zurück und erzielten 10 Minuten vor Schluss noch den Anschlusstreffer.

Von Beginn an war die Partie sehr ausgeglichen. Jacob Heinl traf zum 2:2, Thomas Mogensen zum 3:3 und Holger Glandorf zum 4:4. Trotz der Ausfälle von Frank Løke, Drago Vukovic und Ales Pajovic ließen sich die Gastgeber nicht die Butter vom Brot nehmen. Ramon Tauabo erzielte in der 12. Minute einen Siebenmeter und damit sein drittes Tor. Holger Glandorfs Wurfversuch im anschließenden Angriff verfehlte das Tor und Christian Klimek erhöhte auf 6:4 für Lübbecke.

Drei unbeantwortete Tore gelangen darauf der SG. Anders Eggert verwandelte einen Siebenmeter und Lars Kaufmann, der kurz zuvor für Drasko Nenadic auf das Feld geschickt wurde, gelangen zwei kompromisslose Trefer aus dem Rückraum in Folge. Jens Schöngarth (insgesamt acht Feldtore) glich mit einem Wurf aus über 10 Metern aus, ehe Holger Glandorf mit einem Doppelpack für das 7:9 in der 18. Minute sorgte.

Dann war Anders Eggert mit zwei Toren in Folge an der Reihe. Erst traf er vom Siebenmeterlinie zum 8:10 und anschließend nach einem Pass von Thomas Mogensen zum 9:11. SG-Keeper Mattias Andersson hielt zwei Wurfversuche, passte auf den davon geeilten Lasse Svan, der zum 9:12 traf.

Wieder gelang den Gastgebern durch ein Tor von Jens Schöngarth und zwei Treffern von Niclas Pieczkowski der Ausgleich zum 12:12 in der 23. Spielminute. SG-Trainer Ljubomir Vranjes nahm eine Auszeit. Der darauffolgende Angriff verlief allerdings im Nichts. Schöngarth brachte Lübbecke wieder in Front, doch der heute kaum zu bremsende Holger Glandorf machte drei weitere Tore zum Halbzeitstand 13:15.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang den Gastgebern mit Toren von Schöngarth und Pieczkoski erneut der Ausgleich. Jacob Heinl machte in der 33. Minute den ersten Treffer nach der Pause für die SG. Ramon Tauabo verwandelte einen Siebenmeter und einen schnellen Gegenstoß und schon lagen die Gastgeber wieder in Front (17:16). Die Führung wechselte ständig. Anders Eggert glich mit einem Siebenmeter aus und Drasko Nenadic traf zum 17:18.

Holger Glandorf, der sich heute in Bestform präsentierte markierte die nächsten drei unbeantworteten Treffer. In der 41. Minute sah es beim Spielstand 17:21 nun doch nach einer klaren Angelegenheit für die Flensburger aus. Jacob Heinl kassierte zwar eine Zeitstrafe, doch Drasko Nenadic gelang in Unterzahl aus einem eigentlich unmöglichen Winkel von ganz rechts außen der nächste Treffer. Aus der Zeitstrafe gegen Jacob Heinl konnte Lübbecke also keinen Vorteil erspielen.

In der 44. Minute machte Glandorf aus 10 Metern sein 11. Tor der Partie zum 18:23. Hampus Wanne, eingewechselt für Anders Eggert, traf zum 19:24 und Lasse Svan traf 13 Minuten vor Schluss zum 20:25. Lübbecke blieb aber diszipliniert und nutzte einige technische Fehler der Flensburger eiskalt aus. Schöngarth und Remer wechselten sich mit jeweils zwei Toren ab und sorgten in der 50. Minute für den Anschlußtreffer zum 24:25.

Doch auch die Gäste aus Flensburg zeigten Disziplin und ließen sich davon nicht beeindrucken. Lars Kaufmann legte einen schönen Pass auf Jacob Heinl am Kreis, der nur noch durch ein Foul gestoppt werden konnte und Anders Eggert verwandelte den zugesprochenen Siebenmeter sicher. Mattias Andersson parierte den nächsten Wurfversuch und Holger Glandorf krönte mit seinem 12. Treffer zum 24:27 in der 52. Minute seine heutige Leistung. Die Spannung war allerdings noch im Spiel. Jens Schöngarth verkürzte auf 25:27.

Gabor Langhans kassierte eine Zeitstrafe und Anders Eggert scheiterte beim Siebenmeter an Nikola Blazicko. Nun erwischte es auch Tobias Karlsson, der für zwei Minuten auf die Bank musste. Bei fünf gegen fünf war nun mehr Platz auf dem Feld und den nutzte die SG. Nach einem schönen Spielzug passte Mogensen auf den freien Lasse Svan und der traf zum 25:28.

Lübbecke nahm wieder eine Auszeit und Ramon Tauabo gelang das 26:28. Mit zwei klasse Aktionen sorgte Lars Kaufmann nun dafür, dass die Flensburger zwei Punkte aus dieser Partie mit nach Hause nehmen konnten. Erst erzielte er das 26:29 aus dem Stand über den Block der Abwehr und im nächsten Angriff passte er auf den heranstürmenden Thomas Mogensen, der völlig Frei das 26:30 erzielte. Den Schlusspunkt setzte Jacob Heinl zum 26:31. Flensburg Klettert mit 6:2 Punkten auf den dritten Tabellenplatz.


Der THW fährt die nächsten zwei Minuspunkte ein und erzielt in der Partie gegen Balingen nur magere 20 Tore

In der zweiten Partie des heutigen Abends musste der THW sich auswärts gegen Balingen mit 22:21 geschlagen geben. In der 21. Minute beim Stand von 7:10 zu Gunsten des THW sah Aron Palmarsson die Rote Karte. Diese Tordifferenz blib bis zur Halbzeit bestehen (10:13). Von der 33. bis zur 40. Minute fiel kein einziges Tor. Matej Asanin machte in diesen Minuten drei Paraden im Kasten der Balinger und THW-Keeper Johan Sjöstrand zwei. In der 41. Minute verwandelte Dennis Wilke einen Siebenmeter zum 13:15. Balingen kämpfte sich nun immer weiter heren. In der 47. Minute Traf Martin Strobel zum 16:16 Ausgleich und 10 Minuten vor Schluss lag Balingen mit 18:16 vorn.

In der 53. Minute gelang Marko Vujin für den THW der Ausgleich zum 19:19 und Patrik Wiencek sorgte für die erneute Führung der Gäste. Ein Doppelpack von Oliver Nyokas brachte Balingen wieder in Front. Filip Jicha verwandelte eine Minute vor Schluss einen Siebenmeter zum 21:21. Sechs Sekunden vor dem Abpfiff gelang Christian Theuerkauf noch ein Treffer und machte die Sensation perfekt. Die Offensive des THW bleibt zu Beginn der Saison deutlich unter den zu erwartenden Möglichkeiten. In drei von vier Spielen kamen sie über 21 Tore nicht hinaus (in Lemgo 21 Treffer und in Hamburg und Balingen jeweils nur 20 Treffer/ im Durchschnitt aller bisherigen Partien 22,75 Tore). Der THW rangiert nun mit 4:4 Punkten auf Platz 10.


Statistik des Spieles Tus N. Lübbecke - SG Flensburg-Handewitt:

TuS N-Lübbecke – SG Flensburg-Handewitt 26:31 (13:15)

TuS N-Lübbecke: Blazicko (12/2 Paraden), Semisch (1 Parade, 47.-52., bei einem 7m) – Langhans, Tauabo (9/4), Pieczkowski (4), Huljina, Dissonier (2), Schubert, Schöngarth (8), Klimek (1), Remer (2)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (16 Paraden), Møller (bei einem 7m) – Karlsson, Nenadic (2), Eggert (5/4), Glandorf (12), Mogensen (2), Svan (3), Wanne, Kaufmann (3), Heinl (4)
Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Metzingen)
Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Langhans 2, Dissinger 2, Shöngarth 2 – Karlsson 2, Heinl 2)
Siebenmeter: 4/4:6/4 (Eggert scheitert zwei Mal an Blazicko)
Zuschauer: 1500

Spielverlauf: 0:1 (2.), 2:1 (5.), 3:2 (7.), 4:4 (11.), 6:4 (12.), 6:7 (15.), 7:9 (18.), 9:10 (20.), 9:12 (21.), 13:12 (25.) – 15:15 (32.), 17:16 (36.), 17:22 (43.), 19:23 (45.), 20:25(47.), 24:25 (52.), 24:27 (53.), 26:28 (55.) 


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