18. Oktober 2008 - 0:00 Uhr

Interview mit Sabine Kaack - "Da kommt Kalle" Dreharbeiten in Flensburg

Pia Andresen (Sabine Kaack) mit Polizeihund Kalle (Foto: ZDF/Nicolas Maack)
Kalle entdeckt im Sarg geschmuggelte Zigaretten... (Foto: ZDF / Nicolas Maack)
Pia Andresen mit ihren Kollegen Oliver Kottke und Oskar Neuhaus (Foto: ZDF / Nicolas Maack)
Marek Erhardt als Oliver Kottke (re.) und Mike Hoffmann als Oscar (mi.) (Foto:Nolte)
ZDF-Dreharbeiten in Flensburg (Foto:Nolte)
ZDF-Dreharbeiten in Flensburg (Foto:Nolte)
"da kommt Kalle" - Dreharbeiten zur 3. Staffel (Foto:Nolte)
"da kommt Kalle" - Dreharbeiten zur 3. Staffel (Foto:Nolte)
Flensburg als Kulisse für Vorabendserie im ZDF (Foto:Nolte)
Bereits zum dritten Mal ist Flensburg Drehort für eine Staffel der ZDF Vorabendserie „Da kommt Kalle“. In der Serie geht es um Parson-Russel-Terrier Kalle und um die Familie Andresen. Pia Andresen, verheiratete Mutter, ist Polizistin in Flensburg und Kalle ist ihr tierischer Begleiter im Polizeidienst. So löst er so manchen Fall mit seinem tierischen Instinkt. Neben dem Polizeialltag geht es auch um familiäre Geschichten und Hintergründe, die auf eine heitere und amüsante Art und Weise gelöst werden, woran Kalle nicht immer ganz unschuldig ist. Aktuell finden In Flensburg die Dreharbeiten zur dritten Staffel statt, Anlass die Hauptdarstellerin Sabine Kaack (Pia Andresen) mal zum Drehort Flensburg und zur neuen Staffel zu befragen.

Was ist das schöne am Drehort Flensburg und was macht Flensburg als Drehort interessant?

Die Geschichte spielt ja hier in einer etwas kleinstädtischen Umgebung, Flensburg ist zwar eine Stadt, aber im Vergleich mit Hamburg oder Berlin ist es dann ja eher das gemütliche Flensburg, wo aber doch ne Menge passiert. Hier sieht man dann diese Familie, die im norddeutschen Raum angesiedelt ist und da kann man die Fälle, die bei „da kommt Kalle“ bedient werden, einfach schöner zeigen. Flensburg hat ein anderes Ambiente, es hat die Förde, es ist ein wenig romantisch, die Sendung läuft 19:25 Uhr am Samstag, also Familienprogramm und ich sag jetzt mal die nackte, kalte Großstadt für die Primetime wäre natürlich ein anderes Motiv als zum Beispiel Flensburg. Hier soll es natürlich eher etwas sonnig sein, für die Familie schön anzusehen und da sind die Fälle dann auch von Herzen, vielleicht auch authentischer und schöner darzustellen. Ich finde das toll, dass die Sendung hier angesiedelt ist, außerdem ist Schleswig-Holstein ja auch meine Heimat.

Sie spielen in der Serie die Polizeibeamtin Pia Andresen, findet sich in dieser Rolle auch ein Stück weit ihre Persönlichkeit wieder, oder ist es eine Rolle wie jede andere, wie kann man sich das vorstellen?

Wie kann man sich das vorstellen, ja, in erster Linie ist es eine Rolle, aber eine Rolle muss ja gefüllt werden und in diese Rolle stecke ich jetzt als Schauspielerin natürlich einige Facetten meiner Persönlichkeit um die Rolle so authentisch wie möglich aussehen zu lassen und darin steckt dann auch immer eine Menge von einem selber. Das schöne ist auch, dass ich hier ein wenig norddeutsch sein kann, schon alleine mit dem „Moin Moin“. Es ist eine sehr sympathische, herbstliche und manchmal auch sehr raue Umgangsform, die ich zum Beispiel auch sehr mag und die auch das norddeutsche sehr bedient, dass finde ich schön.

Wie sieht der tägliche Ablauf bei „da kommt Kalle“ aus?

Wir sind immer wetterabhängig, wenn wir draußen drehen und wenn es dann regnet, windet, schneit oder stürmt, wir müssen immer draußen stehen, egal ob wir nun gerade das Sommerkleidchen rausholen oder die Uniform, das ist dann egal, da müssen wir durch. Das sind die Tage und die dauern dann eben auch schnell mal zwölf oder vierzehn Stunden. Hat sehr viel mit Disziplin und Durchhaltevermögen zu tun, es ist so ein bisschen wie ein Nomadenleben und dann sind diese Revierszenen richtig fest im Motiv im Studio, das ist alles nachgebaut und da wird dann der Rest gedreht. Das findet in einem Studio in Hamburg statt.

Können Sie uns schon etwas über die neuen Folgen verraten?

Die neuen Folgen sind ein bisschen anders, als die letzten, es gibt eine andere Konzeption, wir haben einige Veränderungen, wir haben den Mike Hoffmann, der spielt den „Oscar“, das ist jetzt ein Kollege, der dazugekommen ist, der jetzt mit Olli mehr auf Außenmotiv ist. Ich bin als Oberkommissarin und Revierleiterin befördert worden und hab dann mehr im Revier zu tun, schicke die beiden auf Streife, aber die sind nicht immer ganz toll in ihrer Ausführung und dann muss ich aber trotzdem noch mal hin und helfen und das gemeinsam mit denen zum Guten Ende führen, zur Auflösung des Falles. Mit Kalle, Kalle ist ja unser Spürhund, der wir dann auch mtigeschickt, der bleibt dann auch nicht immer nur bei mir, er ist so eine eigenständige „Kalle-Persönlichkeit“ als Polizist, als Diensthund. Insofern hat sich da ein wenig was verändert, dadurch gibt es aber auch eine etwas andere Spannung zwischen uns und man kann etwas mehr den Krimi bedienen, der sonst vielleicht ein wenig in den Hintergrund geriet. Aber trotzdem sind diese Familiensituation auch noch da, es gibt einige Fälle, die entstehen aus der Familie, oder da findet sich ein Fall auch wieder, der mit der Schule zu tun hat.

Arbeiten Sie lieber mit menschlichen Kollegen zusammen oder sind tierische Partner die unkomplizierteren?

Hier ist das schöne daran, dass wir einen Trainer haben, der sowas von unkompliziert ist, dass man das Tier gar nicht merkt. Das Tier ist sehr angenehm um sich zu haben. Er ist da und gehört einfach zum Team, er ist ein vollwertiges Mitglied, beschnuppert alle und sagt „Moin Moin“ hier bin ich und macht seine Arbeit. Und deswegen kann ich es schon fast gar nicht mehr unterscheiden, wir Menschen sind da wahrscheinlich weniger diszipliniert als der Hund. Der Hund sieht dann die Belohnung und ist sowas von genau, so genau kann ich gar nicht sein wie der. Und auch in der gemeinsamen Zusammenarbeit das funktioniert klasse, der Hund ist einfach toll, der ist glaube ich auch eine Ausnahmeerscheinung.

Macht das alles ein Hund oder sind das zwei?

Es sind zwei, aber es macht glaube ich zu 90 Prozent einer, es ist unglaublich was der macht. Und das mit so einer Spielfreude,Temperament und Lust, das macht einfach Spaß.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Spaß bei den Dreharbeiten in Flensburg.

(Benjamin Nolte)

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