27. November 2015 - 14:30 Uhr

Strompreisumfrage – Anteil Abgaben, Umlagen und Steuern kaum bekannt

Stadtwerke Flensburg (Foto: Benjamin Nolte)
Flensburg: 84,9% aller Befragten haben in einer repräsentativen Umfrage der Stadtwerke Flensburg gesagt, dss sie den Anteil der staatlichen Abgaben, Umlagen und Steuern an ihrem Strompreis nicht kennen.

Bei Frauen und jüngeren Befragten lag dieser Wert sogar bei 90%. Von den 16% Umfrageteilnehmern, die angeben, die Höhe zu kennen, schätzen 74%, dass es maximal die Hälfte des Gesamtpreises ist. Der staatliche Strompreisanteil inklusiv der staatlich regulierten Entgelte ist in den letzten Jahren ständig gestiegen und liegt inzwischen bei über 50%.
Obwohl der staatliche Prozentsatz damit den Hauptteil des Strompreises ausmacht und der größte Preistreiber ist, scheint dies bei vielen Verbrauchern noch nicht angekommen zu sein.

Interessant sind auch die Aussagen der Verbraucher zur Ausgabebereitschaft für ihren Strom. So sind die Befragten durchschnittlich bereit, maximal 59 Euro monatlich für ihren Strom zu bezahlen. Je größer der Haushalt, desto größer auch die Zahlungsbereitschaft. Single-Haushalte haben im Schnitt ein maximales Budget von 42 Euro, 2-Personen-Haushalte von 59 Euro und Haushalte mit drei oder mehr Personen sind durchschnittlich bereit 69 Euro für Strom zu bezahlen.

Diese Informationen stammen aus einer Umfrage der Stadtwerke Flensburg. Der norddeutsche Energieversorger hat das Marktforschungsinstitut Innofact AG beauftragt, die deutsche Bevölkerung in regelmäßigen Abständen zu interessanten Fragen im Bereich „Strom“ und „Energie“ zu befragen. Mit einer Stichprobengröße von rund 1.200 befragten Personen ist die Umfrage repräsentativ und belastbar.

Stadtwerke Flensburg Geschäftsführer Maik Render erläutert die Gründe für die Befragung: „Für unser Geschäft und unsere Arbeit benötigen wir belastbare Informationen darüber, wie unsere Kunden denken und sich der Markt entwickelt. Da viele dieser Informationen auch für eine breitere Öffentlichkeit von Interesse sind, haben wir uns entschieden, diese Ergebnisse zu veröffentlichen und an die Medien zu kommunizieren.“

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