9. Oktober 2011 - 14:35 Uhr

Schwerpunktkontrollen der Polizei in Flensburg und Umgebung

Das Hauptaugenmerk lag auf Substanzbeeinflussung im Straßenverkehr (Foto:Benjamin Nolte)
Dutzende Fahrzeuge wurden am Donnerstag und Freitag kontrolliert (Foto:Benjamin Nolte)
Unter Leitung von Bernd Penter (rechts) wurden Beamte weitergebildet (Foto:Benjamin Nolte)
Auch in mobilen Kontrollteams wurden Fahrzeugführer kontrolliert (Foto:Benjamin Nolte)
In einigen Fällen fielen die Drogenschnelltests positiv aus (Foto:Benjamin Nolte)
Flensburg (bno) - Im Rahmen einer dreitägigen Fortbildungsaktion der Landespolizeischule wurden in den vergangenen drei Tagen rund 15 Beamte aus allen Teilen des Landes in Flensburg zum Thema Erkennung von Medikamenten- und Rauschmitteleinfluss geschult. Am Donnerstag und Freitag standen die beiden Praxiseinheiten auf dem Programm. Aus dem ganzen Land reisten geschulte Praxistrainer an um gemeinsam mit den Lehrgangsteilnehmern gemischte Streifen zu bilden und entsprechend zu kontrollieren.

Lehrgangsleiter Bernd Penter führt diese Lehrgänge mehrmals im Jahr durch und gilt als einer der Experten auf dem Gebiet. Zwar erlernen alle Beamten grundlegende Techniken und Verhaltensweisen während der einheitlichen Polizeiausbildung, doch dienen diese Lehrgänge dazu die Kenntnisse zu verfeinern und zu vertiefen. Substanzbeeinflussung von Fahrzeugführern stellt nicht nur ein Risiko für die betroffene Person selbst, sondern vor allem auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer dar.

Am Donnerstag wurden die Lehrgangsteilnehmer zunächst in drei Gruppen aufgeteilt, die an drei Stellen rund um die Berufsschule an der Friesischen Lücke Standkontrollen errichteten. Mit geschultem Blick wurden Fahrzeuge herausgewunken und kontrolliert. Bei den Kontrollen galt es die erlernten und vertieften Techniken der Theorieeinheiten anzuwenden. Bei Kontrollen auf Alkohol-, Drogen- und Medikamenteneinfluss kommt es nicht nur zu Gesprächen oder Drogenschnelltests. Mittlerweile werden sogenannte DRE-Tests (Drug-Recognition-Experts) durchgeführt, die wie in den USA nun auch hier standardisiert eingeführt wurden. Zu diesen Tests gehören unter anderem der Lininengang, der Finger-Nase-Test oder"Zeit-abschätzen".

Was für die kontrollierten Verkehrsteilnehmer teilweise lächerlich erscheint und für Unverständnis sorgt, hat für die Beamten eine große Bedeutung und Wirkung. Anhand dieser kleinen Tests lässt sich binnen weniger Minuten erkennen, ob die besagten Personen unter dem Einfluss von irgendwelchen Substanzen stehen. Wenn bei diesen Tests Verhaltensauffälligkeiten auftreten, so bringt ein Drogen- oder Alkoholtest im Anschluss meist die Gewissheit.

Erfahrene Kollegen wie Bernd Penter haben über Jahre ein Gefühl entwickelt und erkennen innerhalb kurzer Momente welches Fahrzeug bzw. welcher Fahrzeugführer kontrolliert werden sollte. Alleine am Donnerstag wurden zehn Blutproben veranlasst, denen voraus gingen jeweils positive Alkohol- oder Drogentests. Die Zahl der Autofahrer, die sich unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten hinter das Steuer setzt ist immer noch zu hoch, weshalb die ständige Aus- und Fortbildung von Beamten eine wichtige Maßnahme ist. Nach den Standkontrollen rund um die Berufsschule verteilten sich die Beamten erneut auf diverse Streifenwagen und kontrollierten in mobilen Teams im ganzen Kreisgebiet dutzende Fahrzeuge.

Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss Fahrzeuge führt muss davon ausgehen, dass er seinen Führerschein verliert und so schnell auch nicht wieder zurückbekommt.

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